Tag: 28. Februar 2018

Hegemonie des hypermoralistischen Diskurses

MORAAAL!

“Beobachten Sie die typische Situation in einer abendlichen Polit-Talkshow. Derjenige Redner, der seine Position möglichst moralisch darstellt, der auf irgendwelche Ungerechtigkeiten hinweist, ist immer rhetorisch in der Vorhand. Und derjenige, der dann dagegenreden will, vielleicht mit sachlichen, mit nüchternen Argumenten, der wirkt fast automatisch unsympathisch. Das ist also der, der das kalte Herz hat, der nur analytisch an die Sache rangeht. Also, mit Moral zu operieren, bringt eben einen enormen rhetorischen Vorteil. Das bringt häufig Sympathien. Man wirkt eben menschlich. Man wirkt empathisch. Und demgegenüber tritt dann das Sachargument zurück.” Alexander Grau (Die neue Lust an der Empörung) im Gespräch mit Andreas Main auf DLF

Ebenfalls lesenswert in Cicero – Alexander Grau: CDU – Am intellektuellen Nullpunkt

Einen Vorgeschmack auf das…

… was sich in Deutschland an Verteilungskämpfen ereignen wird, wenn die Migranten weiter an Selbstbewusstsein (forciert durch den Edle-Wilde-Bonus seitens der Politik und der diese stützenden Medien und Kirchen) gewinnen, kann man derzeit am Beispiel der Tafeln für Bedürftige miterleben. Es wäre naiv zu glauben, dass diese Vorgänge alleine auf Essen beschränkt wären. Wirklich Bedürftige – in der Regel Menschen, die schon länger hier lebten und arbeiteten – trauen sich inzwischen kaum noch an die Lebensmittelausgabestellen, da sie dort Gefahr laufen, körperlich attackiert zu werden. Mütter mit kleinen Kindern und Alte sind wieder einmal die Hauptverlierer der aus dem Ruder gelaufenen Migrationspolitik von Merkel und Co. Wer das thematisiert, ist natürlich kein verantwortungsvoller Deutscher, sondern ein Nazi.

Jürgen Fritz hat in seinem Blog dokumentiert, was sich laut einer Mitarbeiterin der Essener Tafel tagtäglich dort abspielt und warum der Leiter der Einrichtung sich gezwungen sah, Einschränkungen vorzunehmen. So berichtet die Helferin, “es würden sich kaum zu beschreibende Szenen abspielen, dass zum Beispiel Migranten anderen Lebensmittel aus der Hand reißen, dass sie andere massiv anrempeln, ja dass teilweise bereits das Recht des Ellenbogens gelte.”

Was wäre wohl los, wenn den notorischen Gut- und Bessermenschen im Feinkostladen das Zanderfilet aus der Hand gerissen würde? Der Bund Rucola und die Veggiewurst? Eine hypothetische Frage, die notorischen “Nazi!”-Schreier halten sich tunlichst von dort fern, wo sich der Edle Wilde aus ihrem Woelkikuckucksheim alles andere als edel verhält. Nämlich authentisch.   Weiterlesen

Ein Schreib- oder Übertragungsfehler, gewiss.

Nicht jede Rechtschreibkorrektur kann sich in der Opernliteratur auskennen. Es kann nur eine solche verantwortlich sein; der Redakteur ist mir persönlich bekannt und über jeden Zweifel erhaben. Aber hübsch ist er doch, der Fehler, der sich in eine Meldung des des Belgischen Rundfunks BRF eingeschlichen hatte. Herrn Diavolo (das bin ich) amüsiert’s.

Mehr zur L’Opéra Royal de Wallonie im belgischen Lüttich hier.

Filmbericht über die Aufführung

Aufführung Manon Lescaut  von von Daniel-François-Esprit Auber – Opéra Royal de Wallonie mit Sumi Jo in der Titelrolle.

Unzucht im Mühlviertel!

Das Mühlviertel ist nicht nach dem bekannten Schweinigel Otto Mühl benannt, sondern, so weiß es Wikipedia,  “ist jener Teil Oberösterreichs, der nördlich der Donau liegt und zum Granit- und Gneishochland gehört.” Granit und Gneis, das klingt nach harten Tatsachen, wenn auch nur im Bereich Geologie. Dass von dort aus auch unzüchtige Bilder verbreitet werden, hätte man sich im Leben nicht denken können – doch Facebooks Sittenwärter haben überall ihre Augen offen. Also auch im Mühlviertel. Der in Putzleinsdorf (Bezirk Rohrbach) als Pfarrer wirkende Norbert Hanrieder, der zu den bedeutendsten Mundartdichtern Oberösterreichs gehörte – von ihm stammt auch die Mühlviertler Hymne – dürfte in seiner Gruft rotieren.