Tag: 1. März 2018

Achtundsechziger Generation – Eine Abrechnung

 

Von Hans Wulsten

Nach historisch-wissenschaftlicher Definition gehöre ich zur 68iger Generation. Die feiert gerade ihr 50jähriges Bestehen. Ob die einzelnen Mitglieder dieser Bewegung feiern weiß ich nicht, aber die Medien feiern und bieten allerlei Historiker und „neue“ Erkenntnisse auf. Nun will ich mal versuchen die mit meinen Erinnerungen abzugleichen, schließlich war und bin ich Zeitzeuge.

Vielleicht ist es sinnvoll sich zunächst der Begrifflichkeit zu nähern. Da war der Vorwurf, dass die Zeit nach dem Kriege miefig und muffig gewesen sei, autoritär und verstockt, der gesamte Lehrbetrieb und die gesamte Nachkriegsgesellschaft. „Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren“ war schon damals eine Lüge. Sie unterschlug das Wartburgfest, das Hambacher Fest, den 18. März 1848 in Berlin und natürlich komplett die Weimarer Republik. Die Presse machte daraus ein Auflagenfest, aber das Transparent blieb nichts weiter als eine Leerformel. So miefig kann es nicht gewesen sein, sonst hätten mein Vater und meine Onkel ihre Uniabschlüsse nicht mit „summa cum laude“ gemacht. Außerdem führten meine Eltern schon 1948 eine Studentenehe, dem Dekan Ernst von Herrath bekannt und von den Vorgesetzten gefördert.

Sagen Sie hinterher nicht, Sie hätten nichts gewusst und nichts tun können.

“Liebe Delegierte des Sonderparteitags der CDU!

Wie fühlt man sich als machterhaltende Verfügungsmasse? Haben Sie gut geschlafen, nachdem Sie erneut und diesmal fatal versagt haben? Waren Sie stolz auf sich oder haben Sie sich damit getröstet, keine Wahl zu haben?

Was hat Sie vom mündigen Bürger, der man in einer Demokratie gefahrlos sein kann, zum eilfertigen Abnicker werden lassen? Sind Sie sich Ihrer Verantwortung bewusst, ist Ihnen klar, dass Sie die Weichen gestellt haben für eine Regierung, die unser Land ungebremst in ein gefährliches Fahrwasser steuern wird? Sie hatten die Möglichkeit, das zu verhindern.” 

Dieser Brief an die Deligierten des letzten CDU-Parteitages ist die Philippika einer Frau, die die CDU aus dem Innersten kennt und heute noch Mitglied ist: Vera Lengsfeld. Die Autorin war von 1996 bis 2005 Bundestagsabgeordnete der CDU. 1998 wurde Sie mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt. Der Brief benennt Verantwortlichkeiten, damit sie nicht in Vergessenheit geraten. Die Achse des Guten dokumentiert den Brief in voller Länge.

Das doppelte Muttchen.

“Merkel ist zur doppelten Mutti geworden: zur strengen, gefühllosen und ungerechten Stiefmutter für die aufmüpfigen Deutschen und zur fürsorglichen, nachsichtigen und gütigen Mama für die Flüchtlinge.” Sagt Claus Strunz in einer bemerkenswert deutlichen Abrechnung mit der Kanzlerin auf SAT1. Sein ganzer Kommentar in Wort, Bild und Ton bei Jürgen Fritz.

Wie die staatliche Presse und ihre Gläubigen das finden, kann man sehr schön hier nachlesen. Und hier. Und natürlich ist Strunz was? Bekannt “für seine rechtspopulistischen Kommentare” und “umstritten”. Uhhhh, böser weißer Mann!

Facebook. Nur noch eine Farce.

Das bedeutendste Sammlungsobjekt des Naturhistorischen Museums in Wien und zugleich einer der berühmtesten archäologischen Funde der Welt ist die ca. 29.500 Jahre alte Venus von Willendorf.

Facebook hat ein Foto der Venus von Willendorf in den letzten Wochen mehrfach als “unangemessen” gesperrt. Eine Künstlerin hatte die Aufnahme zuvor vier Mal auf Facebook hochgeladen. Diese Abbildung wurde von dem inzwischen offenbar zur Gänze von kulturfremden Schichten kontrollierte Soziale Netzwerk als „gefährlich pornografisch“ zensiert. Man könnte fast vermuten, hier sind amerikanischer Puritanismus und orientalischer Unterdrückungswahn eine unheilige Allianz eingegangen.

Wenn Sie moralisch gefestigt sind, können Sie bei der Suchmaschine Google den Begriff “Venus von Willendorf” eingeben, mehr als 700.000 Fundstellen lassen Sie an der fraglos gefährlichen Verwerflichkeit der Figur teilhaben.

Meldung auf The Art Newspaper dazu.

Eintrag Venus von Willendorf auf Wikipedia

Gefährliche Pornografie im Internet: Was Sie zu sehen bekommen, wenn Sie bei Google nach der Venus von Willendorf suchen.

Zum 30. Mal: Techno-Classica Essen

30. TECHNO-CLASSICA ESSEN 2018 – die automobile Weltausstellung vom 21.* bis 25. März 2018

Essen, im Januar 2018. Vom 21. bis 25. März 2018 veranstaltet die S.I.H.A. zum 30. Mal mit der Techno-Classica Essen die erfolgreichste und besucherstärkste Klassik-Messe der Welt. Im Februar 1989 als erster großer deutscher Auto-Salon für Oldtimer, Liebhaber- und Sammlerfahrzeuge veranstaltet, war und ist sie oft kopiertes, aber nie erreichtes Vorbild für viele andere Veranstaltungen dieser Art. Mit regelmäßigen Modellpflege-Maßnahmen hat sie ihre Vorreiter-Rolle gehalten und sogar noch ausgebaut – und ist dennoch das unerreichte Original geblieben. Ihr Erfolgsrezept: Stets das Neueste aus der internationalen Szene als Auslese des Besten aus allen Gebieten des Klassik-Hobbys den Besuchern zu präsentieren.