Entsetzen. (Netzfund)

„Sehr geehrte Frau Merkel,

mit Entsetzen habe ich gestern Spiegel TV gesehen. Um es vorweg zu nehmen, weil ich das jetzt unter Garantie sofort um die Ohren gehauen bekomme: Ich bin nicht braun, ich bin kein Nazi, ich bin keine 15 und ich bin eine normale erwachsene Frau mit einer Familie und EINEM Mann. Meine Familie und ich haben viele ausländische Freunde, die eng mit uns verbunden sind, wir respektieren deren Kultur und Religion und sie unsere. Aber das, was ich gestern zu sehen bekam, geht weit über das Procedere eines Sozialstaates und mein Verständnis hinaus.

Ein Bild und die Antwort darauf. (Netzfund)

“Ich kann einfach nicht anders und muss diesen Grünen-Post kommentieren.
Ihr Grünen seid wirklich und wahrhaftig verlogene, verdrehende und täuschende Desinformanten.

Erstens: Der „Frauenmarsch“ wurde nicht von der AfD, sondern von Leyla Bilge ins Leben gerufen.

Da euch aber der Name Leyla Bilge zu migrantisch klingt und man eure Heucheleien bei Nennung dieses Namens sofort durchschauen würde, habt ihr kurzerhand eine AfD-Demo daraus gemacht.

Was seid ihr bloß für erbärmliche Heuchler.

“Demokratie” live.

Zum Frauenmarsch in Berlin ist inzwischen viel geschrieben worden. Ich senfe noch ein paar persönliche Eindrücke dazu, schließlich war es die erste Demonstration in meinem Leben!

Wie viele andere schafften wir es nicht pünktlich zum Startpunkt und sind erst an dem Ort dazugestoßen, an dem die Demo später auch endete. Zwischendurch ging auch noch mein Smartphone in die Knie. Als Ortsunkundige und ohne den genauen Streckenverlauf zu kennen, liefen wir also eine Weile mit und durch die Reihen der SAntifa.

Irgendwann standen wir dann an einer Polizeisperre, allerdings auf der falschen Seite. DbMdW (= Der beste Mann der Welt 😉 ) sprach die dort stehende Polizistin an und forderte sie auf, uns durchzulassen. In diesem Moment erkannte ich eine (mir bisher persönlich unbekannte) FB-Freundin und rief ihren Namen. Wir begrüssten uns kurz und wendeten uns dann ebenfalls den Polizisten zu.

Krisenmanagement.

„Kommen Sie rein, Rabunke, kommen Sie rein! Haben wir was im Ticker?“

„Ähm, ja, leider nichts gutes. Eine Vergewaltigung…“

„Ist das alles? Haben wir denn nichts, das etwas weniger alltäglich ist?

„Ich fürchte, der Fall ist nicht alltäglich…eine ältere Frau, in Viersen…“

„Ältere Frau?Was heißt älter? Wie alt?“

„Sie ist 65…“

„Unmöglich, Rabunke, da haben Sie sich verlesen…“

„Leider nein – sehen Sie selbst!“

Ressortchef Schömpf überfliegt die Meldung.

„Was für eine Sauerei! Ein Westafrikaner…! Und die Frau ist wirklich 65?“

Rabunke nickt lautlos. Schömpf denkt nach.

„Ist das schon rund?“

„In Viersen weiß es jeder. Wir werden es nicht unter den Tisch fallen lassen können…“

„Na dann ist Einsatz gefordert. Das ist doch ein gefundenes Fressen für Nazis und Rassisten. Da müssen wir die Luft so gut es geht rauslassen!“

„Ist klar, Chef. Ich habe mir schon Gedanken gemacht. Es ist auf alle Fälle ein Einzelfall, zumindest in Viersen. Dann ist die Tatzeit ein wichtiger Punkt! 0.30 Uhr. Was macht eine Frau von 65 Jahren nachts um halb 1…“

„..und dann in Viersen! Richtig, Rabunke, die Frage muss gestellt werden!“

„Allerdings war Karneval, da sind die Leute nicht selten um diese Zeit..“

„Aber doch keine Omas! Oder war sie betrunken? Würde mich ja nicht wundern. Und dann kommt schnell eins zum anderen!“

Redakteur Rabunke nickt.

„Ich werde das noch recherchieren, ansonsten stellen wir es einfach in den Raum.“

Schömpfs Finger krallen sich in das Papier. „Und der Afrikaner? Weiß oder schwarz?“

Rabunke zuckt lautlos mit den Achseln. „Ich fürchte…“

„Ja wahrscheinlich. Weiß man sonst was über den Mann?“

„20 Jahre, polizeibekannt, wie es heißt…“

„Das ist gut! Polizeibekannt bedeutet, er ist schon mal aufgefallen, aber wegen Lappalien, sonst würde er nicht in Viersen so frei rumlaufen… Was macht so einer überhaupt um diese Zeit auf der Straße? Alleine, ohne Kumpel?“

Rabunke zuckt erneut lautlos mit den Achseln.

„Ich weiß es nicht, Chef. Er suchte was zu essen? Ein Nachtquartier? Hatte sich verlaufen?“

„Wir lassen das offen, so bleibt auch besser hängen, dass die Frau noch um so eine Zeit unterwegs war.“

Beide nicken schweigend. Dann haut Schömpf auf den Tisch.

„Verdammte Scheiße! Immer wieder solche Geschichten! Und wir haben dann die Arbeit…“

Rabunkes leicht verfettete Figur strafft sich.

„Wir brauchen einen Experten, der was dazu sagt!“

„Richtig, Rabunke! Ein Psychologe, Kriminalitätsforscher, meinetwegen ein Pfarrer!“

„Wir können die Kollegin Suhr-Strömming fragen, die kennt einen Psychiater!“

Schömpf gniffelt leicht.

„Ich hoffe, nur beruflich…“

„So weit ich weiß rein beruflich. Sie zitiert ihn immer mal bei ähnlichen Geschichten. Den brauchen wir auf alle Fälle mit ein paar Zitaten!“

„Mehr als nur ein paar! Die Suhr-Strömming soll ihn anrufen und so viel aus ihm rausholen, dass wir damit die Meldung im Wesentlichen füllen können. Also viel Allgemeines und auf die Notlage der Afrikaner hierzulande eingehend.“

Redakteur Rabunke eilt hinaus. Schömpf nestelt eine Zigarette aus der Packung und steckt sie unangezündet in den Mund. Schaum bildet sich zwischen seinen Lippen.

„Verdammte Scheiße! Jeden Tag das selbe. Das will doch keiner mehr lesen! Und wir müssen es ausbaden!“

Der Ressortchef hält ein Feuerzeug an die Zigarette. Sie ist voller Schaum und geht nicht an.

 

Viertelstunden später. Rabunke stürmt ins Büro.

„Wir haben es! Die Suhr-Strömming hat ihren Kontakt sofort angerufen! Und hier die Eckpunkte von dem, was sie eingeholt hat…“

„Ich höre, Rabunke! Machen Sie mich glücklich, Mann! Und wo ist die Kollegin?“

„Die ist angefressen!“

„Warum denn das? Ihre Tage kann die doch nicht mehr haben?“

„Ich komme gleich drauf zu sprechen, Chef. Aaalso…“

Redakteur Rabunke setzt sich und blättert durch den Block, den ihm Frau Suhr-Strömming gegeben hat.

„Erstens und für den Anreißer: EINZELFALL! Aber so was von! Wissenschaftlich erwiesen! Nur 0,5% der Opfer von Vergewaltigungen sind über 60 Jahre alt!“

Schömpf strahlt über alle Backen.

„Na einzelfalliger geht ja wohl kaum!“

„Drum kommt das auch ganz nach oben. Zweitens: der Doc kennt nur einen einzigen ähnlichen Fall, und da war der Täter…“

„Lassen Sie mich raten, Rabunke! Psychisch gestört?“

Der Redakteur nickt.

„Täter war ein in der Entwicklung zurückgebliebener junger Mann.”

„Großartig! Wer würde sich auch sonst an einer Oma…“

„Bitte sprechen Sie das nicht gegenüber der Kollegin Suhr-Strömming an! Die muss ziemlich aus der Haut gefahren sein, als der Fachmann ihr das gesagt hat. Das sei ja wohl der pure Sexismus meinte sie eben zu mir. Als wären ältere Frauen nicht mehr attraktiv genug! Sie war echt angefressen…“

„Die Befindlichkeiten der Frau Kollegin sind mir im Moment ziemlich schnuppe. Was haben sie weiter?“

„Wenn Sie wollen, seitenweise Statements des Psychiaters. Über Täter allgemein und speziell, ‘ne Menge Zahlen, Statistiken, Untersuchungsergebnisse, kurz: so ein Vergewaltiger ist eine kranke Socke. Bekloppte, Triebgesteuerte, von ihrer Mutter Getriezte, das volle Programm!“

„Ich sehe, Sie haben sich schon Gedanken gemacht. Und wie nehmen wir jetzt den Nazis den Wind aus den Segeln, für den Fall, dass der Afrikaner kein Weißer ist, wie ich befürchte?“

„Alles paletti, Chef! Der Doc sagt, die leben bei uns im Elend, am Rande der Gesellschaft, haben ständig Druck in den Eiern, und dann betrinken sie sich… und Hopp!“

Schömpf nickt.

„Wenn ich ehrlich bin, Rabunke, aber das bleibt strikt unter uns: So was habe ich mir schon vor zwei Jahren gedacht. Was sollen sie auch machen? Ausschwitzen können sie es schlecht.“

Redakteur Rabunke nickt zustimmend.

„Klar Chef, wem das nicht in den Sinn kam damals, der hat echt null Ahnung von jungen Männern. Und jetzt müssen wir das wieder gerade biegen. Und daher kommt es bestens, dass der Doc der Suhr-Strömming gesagt hat, viele von denen seien auf dem Weg hierher selber Opfer geworden, und wenn sie dann noch ein paar Gläser intus haben…“

„Großartig, Rabunke! Wie heißt das Zauberwort?“

Beide unisono: „TRAUMATISIERT!!!“

„Also, Rabunke, setzen Sie sich sofort dran, ehe die Nazis das überall instrumentalisieren! Ich will keine Umzüge in Viersen sehen. Anreißer: Einzelfall, dann kurze Schilderung dessen, was Sie im Ticker haben, verbunden mit der Frage, was die Frau überhaupt um diese Zeit auf der Straße verloren hatte, dann ganz viel Statistik und das übrige, was der Arzt der Suhr-Strömming erzählt hat, möglichst wissenschaftlich seriös und absolut allgemein gehalten. Und dann schließlich das mit dem traumatisiert!“

Redakteur Rabunke erhebt sich.

„Ich fange sofort an. Wollen Sie danach noch mal drüberlesen?“

„Die Zeit drängt, Rabunke, die Zeit drängt! Ich verlasse mich ganz auf Sie! Sie machen das schon!“

Na bitte! Geht doch!

OTTO. Die Ausstellung

Caricatura Museum Frankfurt – Museum für Komische Kunst
26.4. – 2.9.2018

In diesem Sommer wird Otto Waalkes, der wohl beständigste deutsche Komiker, unglaubliche 70 Jahre alt. Seit langen Jahren hat er eine besondere Beziehung zu Frankfurt und hier speziell zu einigen Mitgliedern der Neuen Frankfurter Schule.

Das Caricatura Museum nimmt den runden Geburtstag daher zum Anlass, das bildnerische Werk Ottos auszustellen.

Otto Waalkes, geboren am 22.7.1948 in Emden, ist den meisten Menschen im deutschlachenden Raum als Film-, TV- und Bühnen-Komiker vertraut. Viele seiner Produktionen habe sich ins kollektive Gedächtnis mehrerer Generationen geschlichen und sind, etwas anspruchsvoller ausgedrückt, Klassiker geworden. Weniger bekannt ist, dass er 1970 an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg ein Kunstpädagogikstudium aufnahm.

Seine Leidenschaft fürs Zeichnen wurde durch amerikanische Comics geweckt. Bereits als Schüler erschuf er den Ottifanten, ein mutiertes Selbstportrait zu dem Rüssltier, das bis heute sein optisches Markenzeichen geblieben ist. Sein Kunststudium bei Hyper- und Surrealisten wie Hans Tiemann und Konrad Hausner führte ihn zwangsläufig zur altmeisterlichen Schichtenmalerei und penibel ausgeführten Ölbildern.

Ottos Erfolg als Bühnenkünstler drängte freilich den bildenden Künstler rasch in den Hintergrund. Hatten die Auftritte in diversen Clubs zunächst dazu gedient, sein Kunststudium zu finanzieren, wurden sie bald zum Selbstzweck. Bereits 1972 wird aus seinem ersten großen Solo-Auftritt seine erste LP „OTTO live“, die eine für Deutschland völlig neue Form der Komik populär macht: ein neues Tempo, neue Pointen und eine neue Form der Präsentation. Der Begriff „Stand-up-Comedian“ war damals genauso neu und unerhört wie das, was Otto Waalkes daraus gemacht hat.

Dennoch ließ er das Zeichnen nie sein, seine Plakate und Platten-Cover gestaltete Waalkes stets selbst. Einen näheren Einblick in sein Schaffen als komischer Zeichner erhielt die Öffentlichkeit Anfang der achtziger Jahre im „Buch OTTO“, in dem er neben den Texten seiner Shows auch selbstgezeichnete Bilderwitze und Cartoons präsentierte.

Wenn also die bildende Kunst keinen ganz unerheblichen Anteil an Otto Waalkes Schaffen hatte, so ist sie doch erst seit den 2010er Jahren wieder mehr in den Blickpunkt gerückt. Seine Gemälde sind ein Parforceritt durch die Kunstgeschichte, in dessen Verlauf Waalkes sich der unterschiedlichen malerischen Techniken bedient – je nachdem, welchen bekannten Meister er sich gerade vornimmt. Dabei wird sichtbar, dass hier kein Anfänger am Werk ist, der im Rentenalter ein neues Hobby entdeckt, sondern ein Könner, der nun dem bildnerischen Gestalten mehr Zeit widmen möchte als bisher. Das Ganze bleibt trotzdem eine Unverschämtheit – doch wer hätte von Otto anderes erwartet?

In der Ausstellung werden mehr als 200 Werke zu sehen sein, sowohl von seinen älteren Zeichnungen als auch von seinen aktuellsten Bildern.

Caricatura Museum Frankfurt
Museum für Komische Kunst
Weckmarkt 17, D-60311 Frankfurt am Main, Tel.: +49 (0) 69 212 301 61
caricatura.museum@stadt-frankfurt.de
www.caricatura-museum.dewww.facebook.com/caricaturamuseum

Dem Sexismus die Brust zeigen!

Immer mehr Frauen bekennen sich zu den Zielen des Feminismus und zu #metoo und engagieren sich gegen die von weißen alten Männern aufgezwungene Sexualisierung ihres Geschlechts. Hier ein typisches Beispiel aus einer britischen Tageszeitung, die sich inhaltlich – erkennbar deutlich – zu mehr als 80 % dem Thema “Sexuelle Belästigungen” widmet. Und die daran beteiligten Frauen tragen nicht nur schwarz, sondern zeigen auch in vielen anderen Farben ihren Abscheu gegen das würdelose Treiben der Sexisten. Sehen Sie selbst!

Essen in Trappes. Jetzt 100% halal

Screenshot: Google Street View

Stellen Sie sich vor, Sie leben in einer mittleren Kleinstadt mit weniger als 40.000 Einwohnern. Sagen wir in Würselen, Meppen, Cloppenburg oder Tuttlingen. Vielleicht müssen Sie es sich nicht einmal vorstellen, sondern leben tatsächlich in einem der Orte, die im Zentrum eine waschbetongepflasterte Fußgängerzone vorweisen kann, aber auch außerhalb dieser eine gewisse Heimeligkeit bewahrt hat, in der es sich angenehm leben lässt. So wie das Schwarzwaldstädtchen Freudenstadt oder das pittoreske Garmisch-Partenkirchen. Wo man solche feinen, schweinernen Gerichte wie Schäufele und Schweinsbraten schätzt und traditionsbewusst zuzubereiten versteht.