Gedankenblitze

Mache es wie Martin

und treffe unzählige Frauen! So wanzt mich heute eine E-Mail an. Ist das verspätete Werbung für einen SPD-Beitritt? Versandt von der SPD oder gegen sie? War der 6. Februar nicht Stichtag für eine Zersetzungs-Mitgliedschaft? Und wen sollte ich dann dort treffen an unzähligen Frauen? Die Katarina? Die Sawsan? Die Andrea? Die Eva? Die Barbie gar?

Der nächste Satz klärt mich auf: “Martin hat endlich eine großartige Seite gefunden, wo er haufenweise Frauen treffen kann. Du kannst all dies HIER auf Martins Sex-Blog lesen.”

Das klingt spannend. Ich spare mir den Klick auf den Link für heute Abend auf.

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Es ist wieder Wintersportzeit. Als zu jeder Jahreszeit Sportuninteressierter hat es mich früher, wo ich noch Fernsehen schaute, stets genervt, wenn im deutschen Fernsehen wochenlang Sendeplatz für Olympische Spiele und Fußballturniere verschwendet wurde. Heute ist es mir vollkommen mumpe. Oder nein – ich hätte nichts gegen ein 24/7 Übertragung von Curling und Eisstockschießen. Auf allen Sendern. Gerne in Zeitlupe. Es würde dem „Wahren Schoenen Guten“ dienen.

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Das Nippelverbot bei Facebook hat auch sein Gutes – man kommt so gar nicht erst auf den Gedanken, einen Link zum STERN zu posten. BILD hingegen würde momentan ohne Zensur gehen, da beklagt eine Patricia  Blanco, ihre Brustwarzen seien nach ihrer letzten Oberweiten OP abgefault. Frau Blanco ist verständlicher Weise entsetzt: “Das wichtigste Körperteil einer Frau wurde mir zerstört.” Illustriert ist das Ganze auch, en detail, allerdings nicht gegen die FB Richtlinien verstoßend . Wenn Sie sich in etwa vorstellen können, wie ein unterm Grill vergessenes Kartoffelplätzchen aussieht, können Sie sich den Besuch von BILD aber schenken.

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Ich denke gerade über das Einleiten einer Petition nach. Ich möchte keine Werbegesichter für Babbel auf Webseiten mehr sehen, außerdem nicht mehr Mick Knauff und Hans Meiser. Da dürften locker ein paar 100.000 Mitpetitenten mehr zu mobilisieren sein. Die herzförmige Kartoffel kann meinetwegen bleiben.

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Abb. symbolisch
Abb. symbolisch

Gestern stöberte ich auf der FB Seite von Leyla Bilge, die die Berliner Frauendemo organisiert. Oder es zumindest vorhat, es gibt da ja einige Widerstände, so die Sorge, ein Marsch durch linksverseuchte No Go Areas in Berlin könne für die TeilnehmerInnen gefährlich werden.

Eine Gegenstimme hat mich allerdings besonders getriggert. Sie, Bilge, solle schleunigst erklären, dass der wuschelige Kragen auf einem ihrer Bilder aus Kunstfell sei. Falls nicht, könne sie nämlich nicht mit der Teilnahme der Gegenstimme rechnen.

Nein, ich kommentiere das jetzt nicht.

Tatort.

Eine Gruppe militanter Nazis verschafft sich Zugang zur Gemeinschaftssküche einer Flüchtlingsunterkunft, in der bis dahin jesidische Christen kostenlos und freiwillig von marokkanischen Zahnärzten versorgt werden.

Die Nazis schütten eine teuflische Droge in das Wasser, mit dem die ebenfalls dort wohnenden syrischen Tiefbauingenieure ihren Tee zubereiten. Die Droge stammt aus dem Labor eines früheren Leibarztes von Afd Hitler, der sich in den letzten Kriegstagen 1945 auf die nicht einsehbare Rückseite der Antarktis gerettet hat.

Die syrischen Kernbiologen geraten nach Konsum ihres Tees in einen psychischen Ausnahmezustand, reisen mit dem Zug nach Sankt Strache und richten dort ein Blutbad an. Kommissar Clausen wird mit dem Fall beauftragt, und er weiß: nur entschlossenes, nonsenses Handeln gegen die Nazis zwischen Nord und Süd kann die Welt noch vor weiteren Tatorten retten…

Mit Wotan Möhre, Claus Tophobie und Katja Niemand.

Gedankensplitter

Bitte nicht weiter öffentlich über Maischberger abkotzen. Jede Beschwerde erhöht nur ihren Marktwert.

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Das macht dieser Trump doch extra! (#steuerreform #apple)

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Das Großartige an der Misanthropie: es kommt immer genau so, wie man gewusst hat.

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Verkandelt. Wortart: Adjektiv
Neologistisches Synonym für: dem Verderben preisgegeben, zum Untergang bestimmt; nicht mehr zu retten. Auch: komplett verblödet.

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“Anbauwand wegen Trennung und Umzug in kleine Wohnung zu verkaufen.”
“Waschmaschine zu verkaufen wegen Zusammenzug.”

Kleinanzeigenmarkt. Das reale Leben.

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Wieso werden Politiker eigentlich so streng geschützt und abgeschirmt? Sind deren Leben wertvoller als unsere? Und wenn ja – warum?

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“… außerdem habe ich gelesen, er ist Student. Es war also gar kein Flüchtling.”
(O-Ton Gutmensch)

Manchmal bin ich sehr müde.

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